Antwort an einen Rassisten

Heute wurde mir ein Beitrag für den Schwarzen Kater angeboten. Über solche Angebote freue ich mich normalerweise. Nicht in diesem Falle. Es handelt sich um diesen Text, den der Autor an mehreren anderen Stellen im Netz untergebracht hat. Man sieht sofort, warum ich den Beitrag hier nicht veröffentlichen, ja, nicht einmal zitieren will.

Der Kommentar ging also beschleunigt in den Papierkorb. Aber die Höflichkeit – und vielleicht ein naiver Glaube an das Gute und Kluge im Menschen – gebot mir, dem Absender meine Entscheidung zu begründen. Hier die Antwort, die ich ihm geschickt habe:

„Sehr geehrter Herr Neumann,

danke für Ihren angebotenen Beitrag. Allerdings hätten Sie vielleicht erst einmal meine Beiträge zu Migration, Integration und PEGIDA lesen sollen. (Etwa hier: https://derschwarzekater.wordpress.com/2014/12/15/integration-mit-dem-fremden-uber-das-fremdsein-reden/ oder hier: https://derschwarzekater.wordpress.com/2014/12/03/der-ewige-rassist/ oder hier: https://derschwarzekater.wordpress.com/2014/01/27/kultur-und-geld-eine-west-ostliche-autofahrt/)
Dann hätten Sie erkennen können, dass ich keine andere Wahl habe, als Ihren Beitrag auf geradem Wege in den Papierkorb zu befördern. Dass ich (auf Werben meines Dresdner Freundes hin) für einen Dialog mit den Pegida-Teilnehmern geworben habe, heißt nicht, dass ich auch nur die geringste Sympathie für Nationalismus oder rassistische Hetze habe. Und darum – Verzeihung – handelt es sich bei Ihrem Beitrag. Wenn Sie ihn noch einmal nüchtern durchlesen, wird Ihnen vielleicht selbst die völlige Abwesenheit von Argumenten oder konkreten Lösungsangeboten auffallen.
Das Einzige, was ich mit Ihrem Beitrag anfangen könnte, wäre, in einer eigenen Antwort ein Exempel zu statuieren und ihn Satz für Satz zu zerpflücken. Aber dazu fehlen mir Zeit und Lust, und es dürfte auch nicht das sein, was Sie sich erhofften.

Ich bezweifle, dass es zwischen Ihnen und mir zu einem fruchtbaren Dialog oder irgendeiner Form von Annäherung kommen kann, und darum möchte ich Sie bitten, den Kontakt hiermit auch zu beenden. Aber ich möchte Ihnen noch zwei Gedanken mit auf den Weg geben:
1. Derzeit geht es m.E. überhaupt nicht darum, ob einige Hunderttausend Einwanderer aus muslimischen Ländern die deutsche Kultur bedrohen (was sie mit Sicherheit nicht tun). Es geht auch nur nachrangig darum, ob sie hier eine längerfristige Aufenthaltsgenehmigung, Arbeitserlaubnis etc. bekommen. Sondern es geht erst einmal ganz unmittelbar darum, dass kurz vor dem Winter (bzw., weiter östlich, schon mitten darin) Zehntausende von Menschen (und darunter, anders als Sie schreiben, etwa zur Hälfte Frauen und Kinder) ohne Obdach in Europa unterwegs sind. Es kann überhaupt keinen Zweifel daran geben, dass diesen Menschen geholfen werden muss. Ob sie dann im Frühjahr wieder abgeschoben werden, ist ein andere Frage.
2. Die Wurzeln des Abendlandes, dessen Bewahrung Sie und Ihresgleichen so selbstgewiss im Munde führen, sind das Christentum und die Aufklärung. Wie stark Sie das Eine oder die Andere in den Vordergrund rücken, bleibt Ihren persönlichen Vorlieben überlassen.
Das zentrale Gebot Jesu Christi lautet: „Du sollst den Herrn, Deinen Gott, ehren, und Deinen Nächsten lieben wie Dich selbst.“ Oder konkreter: „Ich war fremd und obdachlos, und ihr habt mich aufgenommen […] Was ihr für die geringsten unter meinen Brüdern und Schwestern getan habt, das habt ihr mir getan“ (http://www.die-bibel.de/online-bibeln/luther-bibel-1984/bibeltext/bibelstelle/mt%2025,%2031-46/).
Das zentrale Gebot der Aufklärung hingegen lautet: „Handle stets so, daß die Maxime Deines Handelns jederzeit zur Grundlage einer allgemeinen Gesetzgebung werden könnte!“ (Immanuel Kant) Alle Aufklärer, ob Kant, Lessing oder Voltaire, haben für religiöse Toleranz, Menschlichkeit und einen rationalen Diskurs gekämpft.
Angesichts dieser Kernbestände unserer Kultur frage ich mich dann natürlich, welche Schimäre Sie verteidigen, und warum?

Mit besten Grüßen,
Konrad Lehmann „

Selbstgewisse Zweifler

Die deutschen Alphajournalisten hören nicht gerne, dass sie gleichgeschaltete Propaganda machen. Da mögen die Nachdenkseiten noch so hartnäckig das Unisono etwa zur Griechenlandkrise dokumentieren, da mag die Propagandaschau tagtäglich bei den Leitmedien fündig werden – diese reagieren allenfalls, indem sie missliebige Kommentatoren als „Putin-Trolle“ schmähen und sicherheitshalber die Kommentarfunktion im Netz abschalten. Und wenn die Kabarettsendung „Die Anstalt“ auf Basis einer wissenschaftlichen Studie nachweist, dass die deutschen Alphajournalisten in transatlantischen Netzwerken zusammenglucken, dann erweist einer der Betroffenen – Stefan Kornelius von der SZ – in seiner Erwiderung seine völlige Unkenntnis vom wissenschaftlichen Arbeiten, während zwei andere – Jochen Bittner und Josef Joffe von der Zeit – ein bildschönes Eigentor schießen, indem sie die missliebige Analyse zensieren lassen wollen („Wie, Ihr behauptet, abweichende Darstellungen würden nicht zugelassen? Das dürft Ihr nicht sagen!“). Einsicht? Keine.

Es überrascht daher nicht, dass nun mit Gero von Randow wieder ein Zeit-Journalist nachkartet und allen, die an der (objektiv nicht gegebenen) Medienvielfalt zweifeln und mehr als kosmetische Kritik üben, Fehlwahrnehmung, Selbsterhöhung, Sektierertum und Ressentiment unterstellt und sie kurzerhand zum „Mob“ stempelt. Das ist alles peinlich genug und braucht hier nicht noch einmal zerpflückt zu werden; andere haben das hervorragend getan.

Mich interessiert ein anderer Aspekt. Von Randow hat als Wissenschaftsjournalist begonnen und sich mit der Herausgabe mehrerer Bücher intensiv in der sogenannten „Skeptiker“-Bewegung engagiert. „Skeptiker“ – und ich werde das hartnäckig in Anführungszeichen setzen – sind Leute, welche jegliche Aussagen über die Welt einer kritischen und rationalen Betrachtung zu unterziehen streben, und das hinreichend wichtig finden, um es sich zur Weltanschauung zu machen. Sie sind daher in verschiedenen nationalen und internationalen Verbänden organisiert, wie CSI(COP) in den USA oder der GWUP in Deutschland, und geben Zeitschriften wie den Skeptical Inquirer oder den Skeptiker heraus. Das wäre sicherlich alles sehr lobenswert und vernünftig, wenn es nicht unter den Anhängern dieser Bewegung allzu viele „Pseudo-Skeptiker“ gäbe, wie das abtrünnige CSICOP-Gründungsmitglied Marcello Truzzi sie nannte: Leute, die am Paranormalen oder anderen außergewöhnlichen Behauptungen nicht einfach unvoreingenommen zweifeln, sondern von vorneherein wissen, dass sie falsch sind. Leute also, die hingebungsvoll an allem zweifeln, das sie selbst nicht glauben.

Mir fiel das auf, als ich vor Jahren mal aus längst vergessenen Gründen in ein „Skeptiker“-Diskussionsforum zur Homöopathie geriet. Irgendein Artikel hatte eine Welle von Häme in dem Forum ausgelöst, die ich einfach nicht unwidersprochen lassen konnte. In meiner Erwiderung wies ich u.a. darauf hin, dass auch die Physik im Großen wie im Kleinen mit postulierten Substanzen wie der Dunklen Materie oder dem (damals noch nicht gemessenen) Higgs-Boson operierte, die nie beobachtet worden waren. Dieselbe großzügige Haltung, meinte ich, sollte man auch der Homöopathie gewähren. – Nix da! Das sei etwas ganz anderes. Homöopathie sei pseudowissenschaftlicher Humbug; hingegen die Existenz der Dunklen Materie gehe aus Gleichungen ganz klar hervor. Als ob die Keplerschen Gleichungen am Himmel beobachtet worden wären . . .

Aber diese Verwechslung von Vernunft und Empirie – oder vielmehr: die Bevorzugung von Vernunft vor der Empirie – scheint mir typisch zu sein für die „Skeptiker“. In einem der von von Randow herausgebenen Bücher gibt es einen Beitrag aus dem Skeptical Inquirer, der folgendes Phänomen . . . nun, nicht eigentlich untersucht . . . :

Vier Leute versuchen einen erwachsenen Menschen mit den Spitzen ihrer Zeigefinger hochzuheben. Das klappt nicht. Dann klatscht der Proband in die Hände, alle machen einen zweiten Versuch, und plötzlich klappt es.

Der Autor des Beitrags zitiert ausführlich verschiedene Schilderungen dieses Phänomens aus verschiedenen Kulturkreisen. Dann stellt er Berechnungen an und ergeht sich in langen Spekulationen, wie der plötzliche Erfolg zu erklären sei – etwa dadurch, dass die Bemühungen durch das Klatschen synchronisiert würden. Nur Eines, das Allernächstliegende, tut er nicht: Vier Leute zusammentrommeln und sich hochheben lassen.

„Skeptiker“, so scheint mir, sind Rationalisten. Sie gehen von einem anerkannten Satz von Wahrheiten aus und beurteilen anhand derer alle ihnen neuen Aussagen. Empirie stört da nur. Es ist im höchsten Maße frappierend, dass sie damit dieselbe Geisteshaltung und dasselbe Verhalten zeigen, das Paul Feyerabend in „Wider den Methodenzwang“ bei den Wortführern der katholischen Kirche gegen Galilei diagnostiziert. Auch diese weigerten sich ja, durch das von Galilei bereitgehaltene Fernrohr zu schauen, weil die Beobachtung für ihre Überzeugung irrelevant gewesen wäre.

Der sich selbst für sehr „bright“ haltende Ober-„Skeptiker“ Richard Dawkins imitierte dieses Verhalten kürzlich getreulich, wie Rupert Sheldrake berichtet: Die beiden waren von einem Fernsehsender zur einem Streitgespräch über Parapsychologie eingeladen worden. Sheldrake hatte Dawkins seine (in peer-reviewten Zeitschriften) publizierten Arbeiten über Telepathie vorab zugeschickt und regte an, sich die Beweise anzusehen: Richard seemed uneasy and said, „I don’t want to discuss evidence“. „Why not?“ I asked. „There isn’t time. It’s too complicated. And that’s not what this programme is about.“ The camera stopped. The Director, Russell Barnes, confirmed that he too was not interested in evidence.

Es passt, dass Dawkins in seinem (ansonsten sehr guten Buch) “The Greatest Show on Earth“ nur eine abfällige Fußnote für die Epigenetik und die Vererbung erworbener Eigenschaften übrig hat. Die empirische Evidenz dafür ist mittlerweile überwältigend. Aber sie stellt halt die Synthetische Evolutionstheorie infrage. Und an dieser hat Dawkins mit absoluter Sicherheit niemals, niemals gezweifelt.

Dies also ist das Umfeld, ist die Geisteshaltung, aus der Gero von Randow kommt: Man zweifelt an allem, was man ohnehin schon für Unfug hält, aber niemals an dem, was man selbst glaubt. Als skeptisch kann man solch eine Haltung selbstverständlich nicht bezeichnen, allenfalls als „skeptisch“.

Mit seinem Wechsel vom Wissenschafts- ins Politikressort hat von Randow diese pseudoskeptische Herangehensweise mitgenommen und verwendet sie jetzt gegen alle, die politisch anders denken als er: Sie sind Spinner; ihre Beweise und Argumente braucht er nicht wahrzunehmen. Der Mainstream hat Recht, weil er der Mainstream ist. Es scheint leider, dass von Randow mit dieser Haltung nicht allein ist in den deutschen Redaktionsbüros.

Nur Skylla oder Charybdis?

Welche Wahl haben die Griechen? Entweder sie kapitulieren vor den Gläubigern und setzen den Sparkurs fort, der sie seit fünf Jahren in immer tieferes Elend gestürzt hat, und das weiterhin tun wird. Denn jegliches Geschwätz von einem wiedererwachenden Wirtschaftswachstum, das Syriza kaputt gemacht habe, ist genau das: Geschwätz. Oder sie gehen in den Staatsbankrott, mit all den kurzfristigen wirtschaftlichen Turbulenzen, die er mit sich bringen wird. Tsipras’ ferner Vorfahr Odysseus hatte wenigstens noch die Wahl eines dritten Weges; er schaffte es, mitten zwischen beiden Gefahren hindurch zu steuern. Tsipras hat diese Option nicht. Und das muss man, bei aller Sympathie, auch ihm und seiner Partei ankreiden.

Es scheint, dass die Strategen von Syriza bei ihrem Regierungsantritt in entzückender Naivität an die Macht des Arguments geglaubt haben. Der Sparkurs der Troika war offensichtlich und furchtbar gescheitert; ein Schuldenschnitt und staatliche Investitionsprogramme sind für Griechenland unumgänglich: Das ist so. Jeder kann das erkennen, und die Syriza-Regierung glaubte, dass angesichts der Tatsachen auch die Gläubigerinstitutionen zur Vernunft kommen würden. Jedoch: Es wurde sehr schnell klar, dass die Gläubiger für die Vernunft nicht zu sprechen sind. Es mag eiskaltes Machtkalkül sein oder verbitterter Altersstarrsinn: Die Austeritätsfanatiker denken nicht daran, sich von Argumenten beeindrucken zu lassen. Die einzige „Rettung“, welche die Gläubiger Griechenland zu gewähren bereit sind, ist die notdürftige Lebenserhaltung, welche der Folterknecht seinem Opfer zuteil werden lässt, um länger seine sadistischen Gelüste an ihm auslassen zu können. Das, wie gesagt, war innerhalb weniger Wochen nach Amtsantritt der Syriza-Regierung klar. Seit diesem Zeitpunkt hätten Tsipras und sein Kabinett einen Plan B (oder C) entwickeln können. Und müssen.

Aber sie haben das nicht getan. Den Griechen bleibt die Wahl zwischen Skylla und Carybdis, und kein dritter Weg ist in Sicht. Gewiss, eine positive Lösung ist wahrlich nicht einfach. Im Kern liegt das Problem Griechenlands ja – allem Anschein zum Trotz – nicht im Gelde. Geld ist nur eine Verrechnungseinheit für Leistung, und auf der Leistungsebene liegt das Problem: Solange Griechenland keine auf dem Weltmarkt konkurrenzfähigen Industrieprodukte herstellt, und sogar einen Großteil seiner Lebensmittel importieren muss, so lange wird es in jeder beliebigen Währung in Schulden geraten. Hier muss jede Wirtschaftspolitik Entwicklungsrichtungen finden und aufzeigen.

Dies wird allerdings einfacher, wenn Griechenland sich vom Euroraum und der übermächtigen deutschen Konkurrenz abkoppelt. Die Drachme würde gegenüber dem Euro so lange fallen, wie das Leistungsbilanzdefizit bestünde – so lange, bis Importe unbezahlbar, Exporte dagegen konkurrenzlos billig wären. Schon früh haben Kommentatoren eine Parallelwährung vorgeschlagen, als eleganten Weg, den Euroraum faktisch zu verlassen, ohne bei der Umstellung in wirtschaftliches Chaos zu stürzen. Tsipras und Varoufakis scheinen nicht zugehört zu haben. Weder sie noch die Gläubiger haben Griechenland eine Hoffnung zu bieten. Nur Angst – nur entweder Skylla, oder Charybdis.

Muss man alles tun, was man darf?

Was darf Satire?

Jedesmal, wenn fanatische Mörder Karikaturen oder Filme (geschriebene Satire weit seltener – sie lesen wahrscheinlich nicht) zum Vorwand nehmen, um deren Schöpfer umzubringen, wird Tucholskys Frage wieder gestellt. Meist als rhetorische Frage: „Alles“, lautet bekanntlich die apodiktische Antwort des heiligen Kurt, und „Alles“ muss daher auch die reflexartig aus dem intellektuellen Maschinengewehr gefeuerte Antwort sein. „Alles“: Das ist die richtige Antwort. Wir alle wissen das.

Und insofern es um Rechte und Gesetze, auch ungeschriebene, geht, ist sie richtig. Eines der wichtigsten Rechte, das Menschen behaupten können, ist das Recht auf freie Meinungsäußerung. Innerhalb sehr weiter Grenzen, die nur durch Verleumdung, Ehrabschneidung, Volksverhetzung und den Umgang mit politischem Extremismus gezogen sind, darf jeder alles sagen, was er für richtig hält. Wenn wir uns eine Gesellschaft von aufgeklärten, selbstverantwortlichen Menschen wünschen, dann ist dieses Recht zentral, und kein Gesetz, keine Zensur und kein vorauseilender Gehorsam darf es einschränken.

Aber ist damit alles gesagt?

Muss man alles tun, was man darf?

Die Menschenrechte bestehen aus einer Aufzählung dessen, was man darf. Sie gelten als Grundlage aller Rechtsprechung, und damit aller verbindlichen Regeln sozialen Miteinanders. Aber viele Ethiker und Sozialwissenschaftler – besonders solche aus nicht-westlichen Kulturkreisen, oder mit Forschungserfahrung in diesen – bezweifeln, dass sich eine funktionierende Gesellschaft so zusammenhalten lässt. Wenn jeder auf seine Rechte pocht, wird eine Gesellschaft zu einem Sammelsurium von Monaden in Braunscher Molekularbewegung: Jeder fährt die Ellenbogen aus und verteidigt seinen Bewegungsspielraum. Ein Zusammenhalt ist in so einem Extremmodell nicht vorgesehen, denn es gibt keinen Verzicht auf Freiheiten, und keine Verantwortung. In jeder realen Gesellschaft – wenngleich zu sehr unterschiedlichen Anteilen – beruht das reibungslose Funktionieren hingegen darauf, dass Menschen freiwillig nicht alles tun, was sie dürfen.

Das gilt auch für Meinungsäußerungen. Mir kommt da die berühmte Geschichte der drei sokratischen Siebe in den Sinn:

Zu Sokrates kam einer seiner Schüler gerannt: „Sokrates, Sokrates! Weißt Du, was ich gerade über Diomedes gehört habe? Das muss ich Dir unbedingt erzählen. Hör mal: -„

„Halt“, hob Sokrates die Hand. „Bevor Du es mir erzählst, sage mir: Geht Deine Neuigkeit durch die drei Siebe?“

„Drei Siebe?“

„Ist das, was Du mir erzählen willst, gut?“

„Nee, gut ist es eben nicht, hehe“, kicherte der Schüler verschwörerisch. „Die Sache ist nämlich die . . .“

„Halt. Ist die Sache denn wahr?“

„Ob sie wahr ist“, fragte der Schüler. „Weiß nicht. Ich hab’s gerade von Glaukos gehört, und der hat’s, glaube ich, von Epimetheus, oder so . . .“

„Soso. Ist es denn nötig, dass Du es mir erzählst?“

„Nein“, gab der Schüler kleinlaut zu. „Nötig ist es eigentlich nicht. Ich dachte halt, es würde Dich vielleicht interessieren.“

„Also“, endete Sokrates. „Wenn das, was Du mir erzählen wolltest, weder gut noch wahr noch nötig ist – warum wolltest Du es mir dann erzählen?“

Wir dürfen alles sagen, was wir wollen. Aber wir müssen es vielleicht nicht unbedingt tun. Nicht aus Angst vor Zensur, Sanktionen, Terror. Auch nicht – um Himmels Willen! – weil ein Gesetz es verbieten würde. Sondern weil jeder von uns auch Verantwortung für das übernehmen muss, was er sagt und tut, und für dessen gesellschaftliche Wirkungen. Das ist ein freiwilliges Müssen: In einer freien Gesellschaft darf kein Gesetz mich zwingen, etwas zu unterlassen, wozu ich das Recht habe. Ich muss mich selbst dazu entscheiden, im Hinblick auf die Welt, die ich mir wünsche.

So darf, am konkreten Beispiel, der Spiegel einen Anti-Islam-Hetzaufmacher nach dem anderen bringen. Niemand darf ihm das verbieten. Aber obgleich ich den sunnitischen Islam heutiger Prägung, wie ich ihn etwa in der Türkei erlebe, auch nicht sonderlich mag, habe ich mich längst entschieden, darüber nichts zu schreiben – nicht aus Angst vor Islamisten, sondern weil ich sicher bin, dass ich damit die Welt nicht besser machen würde – im Gegenteil. Ich wünschte, die Spiegel-Redaktion sähe das ähnlich, aber mehr als wünschen kann ich das nicht.

Die Macher von Charlie Hebdo haben sich entschieden, die kompromisslos laizistische Tradition Frankreichs zu verteidigen. Die Welt, die sie sich gewünscht haben, war eine, in der Religionen keinerlei Macht außerhalb ihrer Glaubensgemeinschaft haben. Sie haben dafür – wie manche andere Satiriker und Kommentatoren – ihr Leben riskiert, und einige haben es dafür geopfert. Das bewundere ich.

Aber ich hätte es nicht getan, denn meine Vorstellung vom idealen Miteinander ist eine andere. Ich bestehe darauf, dass Satire alles darf, und dass ich Gott lästern darf, soviel ich will.

Aber ich finde nicht, dass ich es tun muss.

Track an – Film ab!

Wenn ich Musik höre, dann genieße ich diese üblicherweise um ihrer selbst willen. Ich liebe schöne Melodien – oder mindestens markante Themen -, und umso mehr, wenn sie mit einem prägnanten Rhythmus unterlegt sind. Darum liegt mir die lateinamerikanische Musik so nahe, aber natürlich auch der Reichtum der Musik des 18., 19. und frühen 20. Jahrhunderts. So gut wie nie kommt es vor, selbst bei ausgesprochener Programmmusik, dass ich beim Hören Bilder vor dem inneren Auge sehe. „Scheherazade“ ist für mich in erster Linie ein symphonisches Gewebe herrlicher Themen, und kaum der Klangfilm über Sindbads Abenteuer, als welcher das Stück gedacht war.

Aber es gibt eine Ausnahme, und da kaum jemand das Stück kennt, will ich es hier vorstellen, mitsamt den Filmen, die ich dazu sehe: Der vierte Satz aus dem Klavierkonzert – „Concierto heróico“ – von Joaquín Rodrigo. Ein bombastisches Stück voller Hollywood-Pathos, musikalisch sicherlich nicht ein Zehntel des Concierto de Aranjuez wert, aber wirkungsvoll, ungeheuer wirkungsvoll. Ich schließe die Augen, und ich sehe zum Beispiel folgende Szene:

Eine Wagenburg im Wilden Westen, umzingelt von feindseligen Indianern. Der fiese Indianer mit der schwarzen Feder hat den friedliebenden Häuptling hinterrücks erschossen, den Mord den Weißen in die Schuhe geschoben, und den Stamm zum Angriff auf die Wagenburg aufgestachelt, in welcher der Held mit dem weißen Cowboyhut und seine indianische Geliebte verzweifelt Widerstand leisten. Die Lage erscheint aussichtlos, schon fallen die tapfersten Siedler, von Pfeilen getroffen, schon dringen die ersten Indianer, Messer zwischen den Zähnen, zwischen den Wagen durch. Doch da! Eine Staubwolke am Horizont! Hufgetrappel, Sonnenlicht, das auf Bajonetten funkelt, die flatternde Flagge. Der treue Freund des Helden – glückloser Mitbewerber bei der schönen Indianerin – hat es noch rechtzeitig geschafft, die Fünfte Kavallerie zu holen. Pferd um Pferd galoppiert im gestreckten Galopp, die Gewehre werden gesenkt, Indianer fallen unter der ersten Salve, und weiter galoppieren die Pferde, wirbeln Staub auf, der beste Freund kommt ins Bild, kämpfend und siegesgewiss, dann das Liebespaar in der Wagenburg, mit erleichterten, jubelnden Gesichtern, und immer noch galoppiert die Kavallerie.

Oder:

Die Karibik um 1700. Der verräterische Hauptmann hat das Fort in der Bucht in seine Gewalt gebracht, und zugleich die bildschöne Geliebte des Helden. Dieser hat es mit Getreuen gewagt, durch einen geheimen Tunnel in das Fort einzudringen; fast hätten sie den Verräter überwältigt. Aber als es auf dem höchsten Söller zum Showdown kommen soll, da nimmt der Verräter die Schöne als Geisel und hält ihr den Säbel an die Kehle. Alles scheint verloren, schon legt der Held den Degen nieder. Da taucht ein geblähtes Segel hinter der Landzunge auf, welche die Bucht begrenzt, dann das Schiff dazu, unter der Flagge ihrer Majestät. Kanonenrauch ist zu sehen, dann der Geschützdonner zu hören, und gleichzeitig schlagen die ersten Kugeln ein. Und weitere Schiffe folgen, Schiff um Schiff kommt um die Landzunge gesegelt. Die Schöne nutzt den Augenblick der Verwirrung und reißt sich los; der Held packt die Waffe und stürzt sich in den Kampf auf Leben und Tod, ebenso wie seine Getreuen, und rasch werden die Halunken überwältigt, während die Schiffe majestätisch in die Bucht einlaufen, um den Helden zum rechtmäßigen Gouverneur zu ernennen.

Oder zuletzt die Szene, die Rodrigo sich vielleicht wirklich beim Komponieren vorstellte:

Eine Enklave, von feindlichen Kräften umzingelt. Zahllose Frauen und Kinder fürchten Tod oder Versklavung. Aber es gibt eine Schienenverbindung nach draußen, und dem Helden ist es gelungen, die einzige Lokomotive flott zu machen. Aber wird die Brücke halten? Werden die Schienen frei sein? Ruckend fährt der Zug voller Flüchtlinge an, und schon dies ist ein Erfolg. Er beschleunigt, und mühelos überquert er die schwankende Brücke, gewinnt weiter an Fahrt, und fegt im engen Tal mühelos die hölzerne Barrikade der Angreifer davon. Und noch schneller wird er, bricht aus dem unübersichtlichen Gebirge aus in die freie Ebene, hat die Feinde hinter sich gelassen, gewinnt sicheres Land; schon ahnt man in Überblendungen das jubelnde Willkommen im Bahnhof, den Lobpreis des Helden; dampfend und stampfend rollt der Zug durch die Freiheit, an den offenen Fenstern glückselige Gesichter; und dann wieder der Bahnhof, Jubel, Blende.

Witzig bei alledem ist, dass Rodrigo nie eine Filmszene gesehen hat: Er war blind.

Doch nun genug der Vorrede. Hier kommt die Filmmusik. Dreht den Lautstärkeregler auf laut. Nein, nicht so: Auf ganz laut. Und den Regler am Lautsprecher auch. Ganz laut. Und jetzt: Film ab!

PEGIDA verstehen?

Die folgenden, von mir nur etwas zusammengeschnittenen Gedanken stammen von einem guten Dresdner Freund. Aus den im ersten Absatz genannten Gründen möchte er lieber anonym bleiben, aber er hat mir dankenswerter Weise erlaubt, seine Emails hier zu verwursten. Denn obgleich ich Jakob Augsteins beißende Wut vollkommen nachvollziehen kann, finde ich diesen Aufruf zu Offenheit und Dialog erheblich konstruktiver:

Die Tretmine, auf die ich fürchte zu treten, hat mit der Angst zu tun, ich könne als Fremdenfeind dastehen, als Nazi oder Faschistenversteher, nur weil ich nicht pauschal 15.000 Demonstranten als rechte Dumpfbacken abstempeln will, aber auch nicht einfach die Klappe halten kann, wenn über die Medien genau dieses Bild gezeichnet wird. Oder ich könnte als Abtrünniger dastehen, wenn ich bekenne, nicht bei der „Gegendemo“ zu sein, weil ich glaube, dass Willkommenskultur nicht als Demonstrationszug daherkommt und Gespräche nicht mit Megafonen geführt werden sollten. So einfach will ich’s mir nicht machen, denn einfache Antworten auf komplexe Fragestellungen führen nicht in gute Häfen.

Ich möchte diese Stadt nicht gespalten sehen! Ich möchte, dass eine Willkommenskultur gegenüber Flüchtlingen ebenso entwickelt wird wie eine Gesprächskultur mit jenen, die Sorgen haben (und äußern). An beidem mangelt es derzeit: Wir haben beides der Bürokratie überlassen, die in dieser Stadt wie anderswo ihr (teilweise absurdes) Unwesen treibt. Sie verwaltet die Flüchtlingswellen nur, die auch in den kommenden Jahren wachsend (!) in diese Stadt schwappen werden und die ihren Ursprung auch in 9/11 und unserem Lebensstil haben. Seit 13 Jahren werden wir medial beschallt vom Islamistischen Terror. Niemand hat 9/11 seelisch aufbereitet, ein planetarer, kollektiver Schock besteht fort, abgedämpft, aber er ist da: „Muslime haben Flugzeuge in Hochhäuser gejagt. Ein Krieg gegen Terror begann, der Jahrzehnte anhalten sollte. Panzer überrollten muslimische Staaten, Köpfe wurden abgeschnitten; Boston, Madrid, London. Die NSA überwacht uns alle, um diesen Terror von uns fern zu halten, oder vielleicht auch um uns zu überwachen. Und in der Zeitung steht JEDEN Tag etwas von islamistischem Terror oder Toten in islamisch geprägten Staaten.“ In unseren Köpfen ist Islam und Terror so massiv miteinander gekoppelt, dass es ohne psychologische Betreuung kaum rauszukriegen ist. Das „Kopftuch“, so könnte man zuspitzen, ist kollektiv mit „Terror“ verbunden.

Und zugleich ist es doch traurig, dass erst Pegida kommen muss, damit das mal thematisiert wird! Da muss erst die Verneinung des Sinnvollen mit voller Macht auf die Straße treten, damit die linke Seite in die Gänge kommt; weil sie das Elend in der Vergangenheit doch mitgetragen hat und keineswegs strukturiert und zielgerichtet Politik für sinnvolle Entwicklungen gemacht hat, sondern sich gern hinter Empörung in der Opposition verkrochen hat, statt außer „Nazis raus“ auch konstruktive Sachen zu machen (du müsstest mal die Politikkultur im Dresdner Stadtrat erleben, das ist oft hässlich und beschämend und keineswegs nur vom konservativen Spektrum aus!). Wollen wir wirklich mit Gegendemos eine Willkommenskultur simulieren? Hilft das? Da verspüre ich genauso Instrumentalisierung wie die Medien sie bei Pegida wahrzunehmen glauben. Und eine sich hochschaukelnde Spirale: Weil die Medien in Pegida erstmal nur Fremdenfeindlichkeit sehen, muss die Gegenseite natürlich gegen Fremdenfeindlichkeit auftreten, woraufhin die Pegida-Seite, die sich möglicherweise gar nicht so gut ausdrücken KANN, sich in die braune Ecke gedrängt fühlt – und was macht ein Kind, wenn man es so behandelt? Es wird bockig und sagt sich: Jetzt erst Recht! Wunderbar, wenn unsere Journalisten ihren Auftrag so erfüllen, selbsterfüllende Prophezeiungen zu hegen und zu pflegen; bis dass der linke Mob den rechten Mob vorm Dresdner Ratshaus trifft und ganz nebenbei die Innenstadt abfackelt. Sozialen Frieden herbeizuschreiben ist zugegeben schwieriger, als mal eben ein paar Lunten bereitzutippen.

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich halte Pegida nicht für dumpfen Ausländerhass, sondern für einen Ausdruck des kollektiven Fiebers, in das wir seit 9/11 gestolpert sind. Die Pegida-Flechte mit der Xenophobie-Kernseife vom Gesellschafts-Körper abkratzen zu wollen ist wie der Versuch, einen Leberfleck rauszuschneiden, damit man drohendes Unheil nicht mehr sehen muss. Aber es lauert unter der Oberfläche. Medial kleistern wir uns grade die Augen zu, wir spielen Potemkin’sche Problembehandlung. An die Wurzeln haben wir noch nicht mal GEDACHT: Ein dumpfes, unbesprochenes Unbehagen über die Welt.

Integration: Mit dem Fremden über das Fremdsein reden

Bisweilen beweist der Weltgeist ein sicheres Händchen: Gerade habe ich mir hier ein paar Gedanken dazu gemacht, weshalb einige Schafzüchter bei der Integration so schwarz sehen; gerade haben einige Leser dazu sehr richtig kommentiert, dass mein Erklärungsansatz auf die gerade sehr lautstarken Xenophoben von PEGIDA nicht zutrifft – da erscheint am vergangenen Freitag die neue Ausgabe der Science mit einer Studie zu just diesem Thema:

Michael J. LaCour & Donald P. Green: When contact changes minds: An experiment on transmission of support for gay equality.

Die beiden Autoren wollten die gängigste Theorie zum Abbau von Vorurteilen empirisch prüfen und erweitern, nämlich die Kontakthypothese, die – dem gesunden Menschenverstand sehr einsichtig – vermutet, dass Vorurteile abgebaut werden, wenn man mit Mitgliedern der betreffenden Gruppe unmittelbar zu tun hat. Also stellten sie eine Stichprobe von 972 kalifornischen Wählern zusammen, die mehrfach Fragebögen mit 50 Fragen ausfüllen sollten, unter denen auch einige Fragen zur Befürwortung oder Ablehnung homosexueller Eheschließung versteckt waren. Nach dem ersten Ausfüllen wurden die Versuchspersonen in Gruppen eingeteilt, deren mittlere Haltung zur Homoehe gleich war, und bekamen – scheinbar ohne Bezug zu der Umfrage – Besuch von Aktivisten, die mit ihnen an der Haustür diskutierten: Die Aktivisten sprachen entweder über die Homoehe oder über etwas ganz anderes (Recycling), und sie waren entweder schwul (und gaben das auch zu erkennen), oder nicht. Über Tage und Monate danach füllten die Versuchspersonen wieder die Fragebögen aus, so dass untersucht werden konnte, wie sich kurz- und langfristig ihre Haltung zur Homoehe änderte.

Das elegante und umfassende Design der Studie bringt gleich mehrere interessante Ergebnisse hervor. Zunächst einmal – und nicht sehr überraschend – stieg die Zustimmung der Befragten zur Homoehe bei denjenigen, die darüber diskutiert hatten, und zwar unabhängig von der sexuellen Ausrichtung der Aktivisten. Aber: Nur, wenn ihre Diskussionpartner selbst schwul gewesen waren, hatte dieser Sinneswandel auch über Monate Bestand! Und mehr noch: Auch andere registrierte Wähler im selben Haushalt, die an der Diskussion nicht beteiligt gewesen waren („Secondhand Contact“), wurden befragt, und auch diese stimmten der Homoehe leichter und bleibend zu, wenn ihr Mitbewohner mit Schwulen darüber diskutiert hatte.

LaCour & Green (2014)

Die Zustimmung zur Homoehe steigt dauerhaft, wenn Befragte mit Schwulen darüber diskutiert habe, und sogar (Secondhand Contact), wenn sie mit Leuten zusammenwohnen, die mit Schwulen darüber diskutiert haben. Die gestrichelte Linie „Court Decision“ bezieht sich auf das Urteil des Supreme Court, mit welchen das Verbot der Homoehe für nichtig erklärt wurde.
Aus: LaCour & Green (2014)

Also: Vorurteile können tatsächlich durch Kontakt abgebaut werden, aber nur, wenn es im Gespräch auch um die Belange der benachteiligten Gruppe geht: Sprachen die schwulen Aktivisten über Recycling (violett dargestellte Daten), dann hatte das überhaupt keine Wirkung.

Womit wir zurück nach Sachsen kommen. Hier gibt es, wie Spiegel Online in einem ungewöhnlich klugen Artikel vorrechnete, rund 4000 Muslime, womit „auf jeden Muslim in Sachsen […] also 2,5 Demonstranten [kommen], die sich von ihm bedroht fühlen.“ Man sagt den PEGIDA-Demonstranten sicher nichts Falsches nach, wenn man annimmt, dass die meisten von ihnen noch nie einen leibhaftigen Muslim gesehen haben – allenfalls hinter der Theke der Dönerbude, ohne ihn wahrzunehmen. Dass auch nur einer von ihnen jemals mit einem Muslim über Diskriminierung und Integration gesprochen hat, darf man wohl ausschließen.

Genau solche Kontakte wären aber nötig, um der Xenophobie entgegen zu wirken. Und das Gute dabei ist: Man bräuchte die Zehntausend Marschierer nicht selbst zu erreichen. Es würde genügen, mit ihren Eheleuten und Kumpeln zu diskutieren, um sie von weiteren Märschen abzuhalten.

Also, Kurzfazit: Der Osten braucht mehr Ausländer.